Bodenbelag aus Fliesen: Darauf sollten Bauherren und Sanierer achten

Fast jeder Hausbesitzer stößt früher oder später bei Neubau oder Sanierung auf das Thema Fliesen. Sie sind praktisch, robust und pflegeleicht. Doch nur wer passende Fliesen für seine Räume und seine Ansprüche aus dem großen Fliesen-Sortiment auswählt und diese richtig verlegt, hat lange Freude am neuen Bodenbelag. Mit ein paar Tipps lassen sich Fliesen gut selbst verlegen.

AGROB BUCHTAL Wer die Fliesen für seinen Bodenbelag und die Wände richtig auswählt und auf das fachgerechte Verlegen achtet, wird lange Freude daran haben

Als strapazierfähige, leicht zu reinigende Alternative zu Holz- oder Steinböden werden Fliesen auch im Wohn- und Schlafzimmer immer beliebter. Dank der Produktvielfalt sind die Gestaltungsmöglichkeiten mit Fliesen heute nahezu unerschöpflich. Bleiben allerdings korrekte Verlegetechniken und grundlegende Regeln unbeachtet, können Schäden auftreten und der Bodenbelag muss aufwändig erneuert werden.

Für jeden Boden die richtige Fliese

Fliesen gelten als Baustoff fürs Leben! Doch nur wer richtig mit diesem Baustoff umgeht, profitiert auch davon. Das fängt schon bei der Auswahl an: Fliesen sollte man immer passend für das jeweilige Einsatzgebiet im Trocken- oder Nassbereich, innen oder außen wählen. Denn Fliese ist nicht gleich Fliese! Keramische Fliesen unterscheiden sich in Steingutfliesen und Steinzeugfliesen sowie Feinsteinzeugfliesen. Die beiden letzteren sind bei höheren Temperaturen gebrannt und besitzen eine niedrigere Wasseraufnahmefähigkeit. Das macht sie frostsicher und unter anderem ideal als Bodenbelag für Außenbereiche wie Balkon und Terrasse. Speziell für Bad und Treppen sollte man zu Trittsicherheitsfliesen greifen. Optimal für geflieste Duschen sind auch kleine Mosaikfliesen. Denn hier wirkt der hohe Fugenanteil an sich schon rutschhemmend.

Achtung: Spannungen im Bodenbelag berücksichtigen

Auch der Bodenbelag in einem Haus ist gewissen Spannungen ausgesetzt. Leichte Verformungen durch Ausdehnung des Untergrundes oder temperaturbedingte Spannungen sind völlig normal. Da eine Fliese aus einem hart gebrannten Material besteht, verformt sie sich nicht und kann Spannungen nicht nachgeben. Spannungen können somit nur über die Fugen abgebaut werden. Da der Fugenanteil aber gerade bei den derzeit sehr beliebten großformatigen Fliesen gering ausfällt, kann der Bodenbelag weniger Verformungen aufnehmen. Schnell sind Ablösungen oder gebrochene Fliesen die Folge. Deshalb sollten Hausbesitzer schon bei der Planung des neuen Fliesenbelags auf eine ausreichende Anordnung von Dehnungsfugen achten – auch wenn schmale Fugen optisch ansprechender erscheinen.

Korrekte Verlegetechnik: Alles dicht?

Speziell in Nassbereichen ist das richtige Verlegen mit einer guten Abdichtung unter den Fliesen wichtig. Dies gilt insbesondere für bodengleiche Duschen mit nur einem Einlauf oder einer schlanken Rinne in der Fliesenfläche. Je nach Gegebenheiten sind eine Mindestschichtdicke und ein Gefälle einzuhalten und Dichtbänder sowie Anschlussmanschetten müssen fachgerecht angebracht werden. Da Fehler in der Abdichtung zu erheblichen Folgeschäden führen können, empfiehlt sich hier das Know-how eines Fliesenfachmanns.

Tipps vom Profi: Fliesen selbst verlegen

Natürlich können handwerklich geübte Hausbesitzer Fliesen in Eigenleistung selbst verlegen. Das spart zwar Geld, kann aber auch ein schlechteres Ergebnis nach sich ziehen. Deshalb sollten Heimwerker eine kostenlose Fachberatung zu Materialien und Verarbeitung in der Fliesenausstellung eines EUROBAUSTOFF-Fachhändlers in Anspruch nehmen. Hier erfahren Hausbesitzer und Bauherren alles über das Thema Fliesen – von Verlegetechniken über Gestaltungsideen bis hin zu den neusten Fliesen-Trends.