Dichten, spachteln, fugen – und gut!

Unsere Bäder werden nicht nur immer größer, sondern auch omplizierter und anspruchsvoller, was die Licht-, Elektro- und Armaturentechnik angeht. Dabei gilt: Auch ein modernes wohnraumähnliches Badezimmer bleibt ein Feucht- und Nassraum, der vollständig bis ins kleinste Detail abgedichtet sein muss. Fliesen sind zwar von Natur aus wasserdicht, doch viele Fugenmaterialien sind es nicht.

Gelingt es nicht, den Wand- und Bodenuntergrund unter den Fliesen immer trocken und schadensfrei zu halten, drohen Fäulnis und Schimmelbildung. Bewährte mehrkomponentige, wasserundurchlässige Hochleistungs-Dichtschlämme lösen die Aufgabe. Sie sind extrem elastisch und binden schnell ab. Dichtbänder und Dichtmanschetten stärken die Abdichtung im Bereich der Wand- und Bodenfugen, an Bodenabläufen und Rohrdurchdringungen. Sparen Sie hier keinesfalls an der Qualität – Ihr EUROBAUSTOFF Fachhändler hat sie auf Lager!

Grundierung – für mehr Haftkraft am Boden

Verlegen Sie Fliesen auf einem Calciumsulfat-Estrich, muss der Untergrund vor der Feuchtigkeit aus dem Verlegemörtel geschützt werden. Grund: Calciumsulfat-Estriche reagieren empfindlich auf den Eintrag von Wasser und können an Festigkeit verlieren, ein Problem, das sich besonders bei großen Fliesenformaten stellt. Denn aufgrund des geringen Fugenanteils kann das Überschusswasser nur schwer entweichen. Lösung: multifunktionale, einkomponentige Grundierungen. Sie eignen sich für viele Einsatzbereiche und schützen Estriche vor Rückdurchfeuchtungen. Außerdem verbessern diese Massen den Haftverbund auf saugenden und nicht saugenden Untergründen.

Zement-Estriche richtig belegen

Werden Zement-Estriche zu früh belegt, treten Spannungskräfte auf, die den Haftverbund im keramischen Belag beeinträchtigen bzw. auflösen können. Grund: Estriche unterliegen – wie Betone – einem Schwund durch Trocknung und Hydration. Dieser Volumenschwund verkürzt den Estrich in der Randzone zur Trennlage bzw. Dämmung, wodurch er sich aufwölbt – Schäden am schönen neuen Fliesenboden sind vorprogrammiert. Speziell aufeinander abgestimmte Systeme aus Grundierungen, Klebeund Fugenmörteln lösen dieses Problem.

Bombenfest, doch krumm und schief? Alte Fliesenböden fix und sicher planmachen

Die meist kleinformatigen Fliesenböden früherer Tage sind oft uneben, was besonders stört, wenn der neue Belag aus großen Trendformaten bestehen soll. In diesem Fall müssen Sie unbedingt spachteln und ausgleichen. Nivelliermassen schaffen die nötige Planebenheit des Untergrundes. Einfach mit Wasser anmischen, auf der ausgehärteten Grundierung ausgießen und verteilen (vorab Randstreifen an den aufgehenden Bauteilen anbringen).

Schönheit ohne Estrichfugen

Um aus großen Fliesenformaten harmonisch wirkende Flächenbilder zu gestalten, spielen die Fugen eine wichtige Rolle. Große Platten muss der Fliesenleger oft so zuschneiden, dass sich Bewegungsfugen im Estrich auch im Fliesenbelag fortführen. Ergebnis: ungleichmäßige Fugenbilder mit unangenehm auffallenden breiten Silikonfugen. Hier hilft das Klebersystem „Gleichmäßiges Fugenbild“. Es erlaubt dem Fliesenleger, Bewegungsfugen zu überfliesen und so in den Fliesenspiegel zu integrieren.

  1. Einlegen und Verharzen von Estrichdübeln
  2. Grundierung
  3. Verklebung der Entkopplungsbahn
  4. Fliesenkleber
  5. Fugenmörtel
  6. Dichtstoff

Große Platten souverän im Griff

Die neuen Trendformate reichen von 30 x 60 cm bis hin zu Kantenlängen von enormen 300 x 100 cm. Bei diesen Maßen sind die dünnsten Platten oft nur noch 3 mm stark, was dem Verleger extreme Konzentration und der Klebemasse Höchstleistungen abverlangt. Auch hierfür hat die Industrie überzeugende Lösungen entwickelt. Spezialkleber garantieren besten Halt und höchste Standfestigkeit auf Böden und an Wänden – und das in allen gängigen Formaten. Das Prinzip dahinter: Die Kleber sorgen für eine nahezu vollflächige und hohlraumfreie Einbettung – ohne lästiges Fließbettverhalten. Auch eine Verfärbung der dünnen, oft hoch empfindlichen Natursteinplatten kann ausgeschlossen werden.

Große Formate perfekt verlegen

Vorab den Untergrund auf perfekte Ebenheit prüfen, unbedingt Ausgleichsspachtelung anfertigen. Eine wasserhemmende Haftund Grundierdispersion liefert eine gute Grundlage für alle nachfolgenden Spachtelarbeiten. Hochwertige Ausgleichsmassen mit selbstglättenden Eigenschaften schaffen planebene Untergründe – beste Voraussetzung für die sichere Verlegung großformatiger Fliesen und Platten.

Großformate am Boden: Buttering-Floating-Verfahren

Verlegen Sie große Platten auf Böden, sollten Sie das sogenannte Buttering-Floating-Verfahren anwenden. Dabei wird der Fliesenkleber nicht nur auf den Untergrund, sondern auch auf die Rückseite der Fliese bzw. Platte aufgetragen. Dies kann vollflächig in dünnen Schichten geschehen. Oder aber, der Kleber wird an der Fliese genauso aufgekämmt wie am Boden, und zwar exakt in die gleiche Richtung. So vermeiden Sie die Entstehung von Hohlräumen durch den Einschluss von Luftpolstern und die Fliesenhaftung verbessert sich.

Gute Fugenarbeit – ein Muss!

Gut zu Großformaten passen schmale Fugen – für unnachahmlich elegante Flächeneindrücke im Bad. Problem: Fugen müssen auch bautechnische Funktionen erfüllen und dienen dem Werterhalt des keramischen Belages. Spezielle Fugmaterialien erlauben die ebenso sichere wie elegante Verfugung.

Verspachteln Sie doch einfach, wie Sie wollen!

Eine innovative Hand-Spritz-Roll-Spachtelmasse auf Gipsbasis erlaubt neben der Verarbeitung als Handspachtel, mit Misch- und Förderpumpen sowie Airlessgeräten auch den Auftrag durch handelsübliche Rollen. Vorteil: Je nach Lust, Laune und Anwendungssituation können Sie die Masse manuell oder bequem maschinell verarbeiten – auf Wänden wie an Decken. Die mögliche Schichtdicke reicht von 0 bis 20 Millimetern. Als Handspachtel überzeugt die Masse durch einfache, angenehme Verarbeitung. Außerdem bleibt sie lange offen für die Bearbeitung bzw. Nachbearbeitung. Ob Fuge oder Fläche: Das Auftragen und Nachglätten geht einfach, schnell und kraftsparend von der Hand – ohne lästiges Vorspachteln, in einem Arbeitsgang und in bester Qualität.

Die innovative, gipsbasierte Spachtelmasse lässt sich einfach und angenehm von Hand verarbeiten. Besonders positiv: die lange Verarbeitungs- und Nachbearbeitungszeit – ideal für die „klassische“ Art der Verspachtelung.

Neu:

Auch mit der Rolle lässt sich dieser Spachtel spielend einfach verarbeiten. Das Material wird gleichmäßig aufgetragen, sodass sich auch große Flächen mühelos bewältigen lassen. Diese erste gipsbasierte Rollspachtelmasse am Markt eignet sich für alle handelsüblichen Rollen!

Fliese auf Fliese: Facelifting im Schnellverfahren

Auch wenn er nicht mehr schön ist: Ihr alter Fliesenbelag ist noch heil und unversehrt. Gute Basis für ein cleveres Verfahren: die Verlegung von Fliese auf Fliese! Die richtige Vorbereitung entscheidet. Bevor Sie die neuen Fliesen verlegen, tragen Sie auf dem bestehenden Belag eine geeignete Kontaktschicht auf, um einen optimalen Verbund zum Fliesenkleber sicherzustellen. Speziell für die Verlegung Fliese-auf- Fliese entwickelte einkomponentige, mit Quarzsand angereicherte Polyurethanharzgrundierungen garantieren extreme Haftung auf glatten Flächen. Ganz einfach mit Pinsel oder Lammfellrolle auf den Untergrund auftragen, härten lassen, und schon nach rund 4 Stunden können Sie weiterarbeiten. Durch die aufgetragenen Sandkörner erhält die grundierte Fläche die richtige Griffigkeit für die anschließende Fliesenverlegung.

Fliesenrückseiten säubern

Die Rückseiten von Feinsteinzeug-Fliesen sind häufig mit einem weißen Pulver bedeckt – ein Rückstand aus dem Produktionsprozess, der wie ein Trennfilm wirken kann. Säubern Sie die Fliese deshalb vor der Verlegung sorgfältig.